was anfaͤnglich ſchwierig erſchien, zeigte ſich ſpaͤter ganz unthunlich. Die„Repartimientos“ blieben wie er ſie ge⸗ funden hatte, außer daß er diejenigen von den Oberaufſe⸗ hern, die ſich hart und grauſam bewieſen hatten, entfernte und von ſeinen elgnen Leuten hinſetzte, die ſich wahrſcheinlich eben ſo unwuͤrdig zeigten. Seine Freunde wurden aͤrgerlich, ſeine Feinde gewannen Muth, laut wurde von den Anhaͤngern derer gegen ihn geſchrieen, die er abgefetzt hatte, und man ſagte ſelbſt, wenn Ovando nicht um dieſe Zeit geſtorben waͤre, haͤtte man ihn wieder hinuͤbergeſchickt, um den Don Diego in's Netz zu ziehen.
Die Unterwerfung und Errichtung einer Niederlaſſung auf der Inſel Cuba im Jahre 1510 war ein gluͤckliches Ereigniß in der Verwaltung des jetzigen Admirals. Er gratulirte dem Koͤnig Ferdinand zu der Erwerbung der groͤßten und ſchoͤnſten Inſel in der Welt, ohne daß er da⸗ bei einen einzigen Mann verloren habe. Dieſe Nachricht kam dem Koͤnige ſehr recht, aber ſie war von einer Menge Klagen gegen den Admiral begleitet. So wenig Theilnahme Ferdinand fuͤr Don Diego fuͤhlte, wurde er doch gewahr, daß die meiſten dieſer Klagen falſch waren und ihren Ur⸗ ſprung in der Eiferſucht und dem Neide ſeiner Feinde hat⸗ ten. Dennoch hielt er es fuͤr dienlich, im Jahr 1512 den Bartholomeo Columbus mit ſehr genauen Inſtructionen an ſeinen Neffen den Admiral abzuſenden.
Don Bartholomeo behielt immer noch das Amt als Ade⸗ lantado en Indien, obgleich Ferdinand aus egoiſtiſchen Ruͤck⸗ ſichten ihn in Spanien zuruͤckhielt, waͤhrend er geringere
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