berlegung und ſelbſt zur Milde durch Bitten: auch duͤr⸗ fen wir zu erwähnen nicht vergeſſen, wie frei er von jedem Gefuͤhl der Rache war, wie bereit zu vergeben und zu ver⸗ geſſen, wenn ſich nur die kleinſte Spur von Reue und Ver⸗ ſoͤhnung zeigte. Man hat ihn wegen ſeines Talentes ge⸗ rüͤhmt, uͤber andere den Herrſcherſtab zu fuͤhren; aber viel groͤßerer Ruhm gebuͤhrt ihm füͤr die Feſtigkeit, welche er ſich ſelbſt zu regieren bewies.
Seine natuͤrliche Herzensguͤte machte ſeinen Sinn fuͤr alle Arten ergoͤtzl cher Erſcheinungen der Außenwelt empfaͤng⸗ lich. In ſeinen Briefen und Tagebuͤchern bemerkt er, ſtatt die Umſtaͤnde mit der techniſchen Genauigkeit eines bloßen Seemanns aufzunotiren, die Schoͤnheiten der Natur mit dem Enthuſiasmus eines Malers oder Poeten. Wenn er
die Kuͤſten der neuen Welt beſchifft, genießt der Leſer die
Freude mit, welche ihm die Feder fuͤhrt, indem er mit ſei⸗ nem unvollkommnen doch pittoresken Ausdruck in ſpani⸗ ſcher Sprache die mannigfaltigen Gegenſtaͤnde umher be⸗ ſchreibt: die Milde der Temperatur, die Reinheit der At⸗ moſphaͤre, die wuͤrzige Luft„voll Thau und Suͤßigkeit“ das Gruͤn des Waldes, die Pracht der Baͤume, das Groß⸗ artige der Berge und die Klarheit und Friſche der dahin⸗ rauſchenden Stroͤme. Jede Scene bietet ihm neues Ent⸗ zuͤcken. Er nennt jede folgende Entdeckung ſchoͤner als die letzte und jede die ſchoͤnſte von der Welt, bis er in ſeinem ſchlichten Ernſt den Souverafnen ſagt, nachdem er ſo viel von den vorigen Inſeln geſprochen, fuͤrchte er, daß ſie ihm nicht glauben wuͤrden, wenn er erklaͤre, daß die, welche er jetzt beſchreibe, ſie alle an Schoͤnheit uͤbertreffe.


