Teil eines Werkes 
7.-9. Bdchen (1828)
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19 Columbus ſah, daß er nur ſeine eigne Schwaͤche und die Staͤrke der Rebellen offenbaren wuͤrde, wenn er zu den Waffen ſeine Zuflucht naͤhme, und dann köͤnnte es leicht um alle Wuͤrde und um den ganzen Nachdruck ſeines Gouverne⸗ ments geſchehen ſeyn. Er mußte ſich daher zum Nachgeben verſtehen, ſo demuͤthigend auch ein ſolches Benehmen er⸗ ſcheinen mochte. Er hatte die fuͤnf Schiffe achtzehn Tage lang im Hafen zuruͤckgehalten, in der Hoffnung, dieſer Re⸗ bellion doch einigermaßen ein Ziel zu ſetzen, ſo daß er den Souverainen guͤnſtige Berichte von der Inſel uͤberſchicken koͤnnte. Aber die Vorraͤthe auf den Schiffen wurden ver⸗ zehrt, die gefangenen Indianer an Bord litten und ſtarben dahin, einige von ihnen ſprangen uͤber Bord oder erſtlckten vor Hitze in den Gefaͤngniſſen der Schiffe. Er ſorgte zu⸗ gleich, daß ſo viele unzufriedene Coloniſten als möglich nach Spanien abgingen, ehe irgend ein Aufruhr ausbraͤche.

Am 18. October gingen daher die Schiffe in See.) Columbus ſchrieb an die Souveraine einen Bericht uͤber den Aufſtand und uͤber den Pardon, den die Rebellen ausge⸗ ſchlagen hatten. Da Roldan behauptete, die Veranlaſſung ſeyen bloß Irrungen zwiſchen ihm und dem Adelantado, uͤber welche der Admiral kein unpartheiiſcher Richter ſeyn koͤnne, ſo bat dieſer, Roldan moͤge nach Spanien vorge⸗

* Auf einem dieſer Schiffe fuhr der Vater des ehrwürdtaen⸗ Geſchichtſchreibers Las Caſas, und von ihm hat derſelbe viele erzählte Thatſachen in ſeiner Geſchichte aufgenont⸗

men. Las Casas l. I. c. 153.

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