Teil eines Werkes 
7.-9. Bdchen (1828)
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ſellen herabgeſunken! Die Kriege mit den Eingebornen und die Verſchwoͤrungen unter den Coloniſten hatten die Arbeiten der Minen in Stocken gebracht und alle Hoffnung auf Bereicherung vereitelt. Die Schreckniſſe der Hun⸗ gersnoth waren denen der Kriege gefolgt. Der Anbau der Felder wurde durchgaͤngig vernachlaͤſſigt, mehrere Provinzen waren im Laufe der letzten Unruhen verwuͤſtet worden, eine große Menge Indianer hatte ſich in die Gebirge gefluͤchtet, und die, welche zuruͤckblieben, allen Muth zur Arbeit ver⸗ loren, da ſie ſahen wie die Fruͤchte ihrer Anſtrengung den Erpreſſungen mitleidsloſer Fremdlinge zur Beute wurden. Die Vega war zwar wirklich wieder im Zuſtande der Ruhe, aber es war die Ruhe einer Einoͤde. Dieſe ſchoͤne Ebene, welche die Spanier erſt noch vor vier Jahren ſo volkreich und gluͤcklich gefunden hatten, welche in ihrem uͤppigen Schocße alle Reize der Natur zu bergen und aller Sorgen und Muͤhen der Welt zu entbehren ſchien, war jetzt ein wei⸗ ter Schauplatz der Verderbtheit und des Jammers. Viele jener indianiſchen Staͤdte, wo die Spanier, von ungezwun⸗ gener Gaſtfreundſchaft gefeſſelt, faſt wie Goͤtter verehrt wor⸗ den waren, ſtanden jetzt ſtill und veroͤdet. Einige von ihren vorigen Bewohnern blickten lauernd aus Felſen und Hoͤhlen hervor, andere waren in die Sclaverei geſchleppt; viele hatte der Hunger aufgerieben und eine Menge war durchs Schwert gefallen. Es ſcheint faſt unglaublich, daß eine ſo kleine Zahl von Menſchen, noch im Zaum gehalten durch wohlmeinende Obere, in ſo kurzem Zeitraume ſo weit wucherndes Unglaͤck ausſtreuen konnte. Aber die Grund⸗