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nannt worden, zu ihm, um ihn zum Gehorſam zu ermah⸗ nen und ihm Vergeſſen des Geſchehenen zu verſprechen, Er hoffte, daß die Vorſtellungen eines beſcheidenen und edlen Mannes wie Coronal, welcher Zeuge von der Gunſt gewe⸗ ſen, in welcher ſein Bruder in Spanien ſtand, die Rebellen von der Ohnmacht ihrer Verſuche uͤberzeugen werde. Roldan aber, ſeiner Schuld ſich wohl bewußt und der Milde des Don Bartholomeo mißtrauend, fuͤrchtete ſich in ſeine Gewalt zu kommen; auch war es ihm darum zu thun, daß ſeine Leute von einer Unterredung mit Coronal abgehal⸗ ten wurden, damit ſie nicht durch das Verſprechen der Ver⸗ zeihung von ihm verfuͤhrt wuͤrden. Als dieſer Abgeordnete ſich daher dem Lager der Rebellen naͤherte, ſtellte ſich in einem engen Paß ihm ein Trupp Bogenſchuͤtzen mit ge⸗ ſpannter Armbruſt entgegen.„Halt! Verraͤther!“ ſchrie Roldan,„waͤrſt Du acht Tage ſpaͤter gekommen, ſo waͤren wir alle einig geworden.⸗*) 4 Vergebens ſuchte Coronal durch kraäftige Gruͤnde und ernſtliche Bitten dieſen verkehrten und aufruͤhreriſchen Men⸗ ſchen von ſeiner Laufbahn zuruͤckzuhalten. Roldan antwor⸗ tete mit Kuͤhnheit und Trotz, behauptete, daß er ſich nur der Tyrannei und ſchlechten Verwaltung des Adelantado widerſetze, wogegen er bereit ſey, ſich dem Admiral bei ſei⸗ ner Ankunft zu unterwerfen. Er und mehrere ſeiner vor⸗ nehmſten Verbuͤndeten ſchrieben Briefe in demſelben Sinne an ihre Freunde auf San Domingo, drangen in ſie, ihre
*) Herrera decad. 1. 1. III, c. 3. Irving's Columbus. 4— 6. 25


