Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1828)
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dan folgte langſam und niedergeſchlagen mit ſeiner Parthei, angſtlich, uͤber die Nachricht Gewißheit zu erhalten, ſich unter den Neuangekommenen wo moͤglich Anhang zu ver⸗ 1 ſchaffen, und aus jedem Umſtande Vortheil zu ziehen, der 4 ſeinen 1 unbeſonnenen und gewagten Projecten günſtig ſeyn koͤnnte. Der Adelantado ließ die Paͤſſe der Wege gut be⸗ ſetzen, um ſein Vorruͤcken gegen San Domingo zu verhin⸗ dern, aber Roldan machte doch nur wenige Stunden von dem Orte Halt. 1

Wie der Adelantado ſich mit dieſer Deckung an Mann⸗ ſchatt in San Domingo ſicher glaubte und die Ausſicht auf eine noch groͤßere Verſtaͤrkung erhielt, ſiegte die Groß⸗ muth uͤber ſeinen Unwillen und er bemuͤhte ſich, durch ſanfte Maßregeln den Volksaufruhr zu daͤmpfen, damit die Inſel vor der Ankunft ſeines Bruders wieder in den Zuſtand der Ruhe käme. Er bedachte, daß die Coloniſten durch Man⸗ gel an Lebensmitteln ſehr gelitten hatten, daß ihre Unzufrie⸗ denheit durch die Strenge erhoͤht worden, die er uͤber ſie hatte verhaͤngen muͤſſen, und daß viele durch Zweifel uͤber die Rechtmäaͤßigkeit ſeiner Gewalt zur Rebellion verleitet worden waren. Indem er daher das koͤnigliche Schreiben, welches ihn in ſeinem Titel und ſeiner Gewalt beſtaͤtigte, oöffentlich ableſen ließ, verſprach er zugleich Amneſtie fuͤr alle geſchehene Vergehungen, mit dem Beding der un⸗ mittelbaren Ruͤckkehr zum Gehorſam. Wie er hoͤrte, daß Roldan mit ſeiner Rotte fuͤnf Stunden von San Domingo entfernt ſtehe, ſandte er den Pero Hernandez Coronal, der von den Souverainen zum Ober⸗Alguazil der Inſel er⸗