Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1828)
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ſaͤngen und Taͤnzen und allen Nationalzeichen von Ehrer⸗ bietung und Freundſchaft von Behechio und ſeiner Schweſter Anacaona aufgenommen. Die letztere ſchien ausnehmend geliebt zu ſeyn und eben ſo viel Gewalt uͤber die Unter⸗ thanen von Karagua zu beſitzen, wie ihr Bruder. Ihre natuͤrlicher Liebreiz und die anmuthvolle Wuͤrde ihres Benehmens gewannen immer mehr die Bewunderung der Spanier.

„Der Adelantado fand zwei und dreißig Unter⸗Caziken in dem Hauſe des Behechio verſammelt, die mit den Gegen⸗ ſtaͤnden ihres Tributs auf ſeine Ankunft warteten. Die Baumwolle, die ſie gebracht hatten, belief ſich ſo hoch, daß ſie eines ihrer Haͤuſer anfuͤllte. Nachdem ſie dieſes abge⸗ liefert hatten, boten ſie dem Adelantado Caſſava⸗Brod an, ſo viel er verlange. Dieſe Bereitwilligkeit war in dem gegenwaͤrtigen Nothſtande der Colonie ſehr annehmbar, und Don Bartholomeo ſandte ſogleich nach Iſabella wegen einer der Caravelen, die faſt beendigt war, daß ſie ſobald als moͤglich nach Xaragua kommen ſolle, um mit Brod und Baumwolle befrachtet zu werden.

Mittlerweile wurden die Spanier von dieſem ſanften und edelmuͤthigen Volke mit der groͤßten Guͤte uͤberhaͤuft; ſie brachten aus allen Gegenden große Vorraͤthe von Le⸗ bensmitteln und unterhielten ihre Gaͤſte mit fortwaͤhrenden Feſten und Banketten. Die damaligen ſpaniſchen Geſchicht⸗ ſchreiber, deren Einbildungskraft von den Berichten der Reiſenden erhitzt war und die ſich keine Vorſtellung von der Einfachheit des Lebens der Wilden machen konnten, be⸗