Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1828)
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Verſchwoͤrung veranlaßt hatten, und von den Individuen, die am ſtraffaͤlligſten waren. Zwei von den Caziken, die Haupturheber der Empoͤrung und die auf die E nwilligung des Guarionex am meiſten eingewirkt hatten, wurden zum Tode gebracht. Was aber dieſen ungluͤcklichen Caziken be⸗ traf, ſo uͤberzeugte ſich der Adelantado von den großen Ue⸗ beln, die er erduldet, und von der Muͤhe, die man angewandt hatte, um ihn zur Rache zu reizen. Er vergab ihm groß⸗ muͤthig; dagegen verfuhr er, nach Las Caſas, mit unerbitt⸗ licher Strenge gegen den Spanier, deſſen Schandthat an dem Weibe des Caziken dieſem ſo tief zu Herzen gegangen war. Der Adelantado dehnte ſeine Milde auch auf die uͤbrigen Haͤupter der Verſchwoͤrung aus. Bedenkend, daß

ſtrenge Maßregeln ihre Unterthanen heftig reizen, oder ſte zur Muthloſigkeit bringen wuͤrden, ſo daß ſie am Ende die Vega verließen, verſprach er ihnen große Beguͤnſtigungen und Belohnungen, wenn ſie ſich im Gehorſam treu beweiſen wuͤrden, aber fuͤrchterliche Strafen, wenn ſie abermals in Rebellion ausbrechen ſollten. Das Herz des Guarionex wurde geruͤhrt von der unerwarteten Milde des Adelantado. Er hielt eine Rede an ſein Volk, ſtellte ihnen die unwiderſteh⸗ liche Macht und Staͤrke der Spanier, ihre große Guͤte gegen die Fehlenden und ihre Großmuth gegen ihre Schuͤtzlinge vor, und ermahnte ſie ernſtlich, von nun an ihre Freundſchaft zu ſuchen. Die Indianer hoͤrten ihm mit Aufmerkſamkeit zu, ſein Lob der weißen Maͤnner erhielt in ihren Seelen Beſtaͤtigung durch das große Beiſpiel von Maͤßigung, wel⸗ ches der Adelantado gegeben hatte. Als ihr Haͤuptling zu