Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1828)
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war. Selten iſt wohl ein aͤhnliches Beiſpiel von Thaͤtig⸗ keit bei den langſamen Aemtern Spaniens vorgekommen. Da die Bekehrung der Heiden als der große Endzweck dieſer Entdeckungen ausgeſprochen ward, ſo erlas man zwoͤlf eifrige und geſchickte Geiſtliche, um die Flotte zu begleiten. Unter dieſen befand ſich Bernardo Buyl oder Boyl, ein Benedictinermoͤnch, von Talent und in dem Geruch der Heiligkeit, aber einer jener feinen Politiker der Kloͤſter, die ſich zu damaliger Zeit in alle weltliche Ange⸗ legenheiten zu miſchen wußten. Er war mit Erfolg kurz vorher in Verhandlungen mit Frankreich uͤber die Ruͤckgabe von Rouſillon aufgetreten. Vor Abgang der Flotte wurde er noch vom Papſte zum apoſtoliſchen Vicar der neuen Welt ernannt und ſeinen geiſtlichen Bruͤdern als ſolcher vorgeſetzt. Dieſe fromme Miſſion wurde mit allen zu ihren geweihten Verrichtungen noͤthigen Dingen gehoͤrig ver⸗ ſehen; die Koͤnigin gab aus ihrer eigenen Kapelle Kirchen⸗ geraͤth und die Gewaͤnder her, um bei allen feierlichen Hand⸗ lungen gebraucht zu werden. Iſabella nahm von Anfang an den waͤrmſten und innigſten Antheil an dem Wohle der Indianer. Durch die Erzaͤhlungen des Columbus von der Sanftheit und Einfalt dieſer Wilden gewonnen und die⸗ ſelben vom Himmel ihrem beſonderen Schutz empfohlen an⸗ ſehend, waren ſie ihrem Herzen in der Bloße und Unwiſſen⸗ heit ihrer Natur theuer geworden. Sie befahl, daß man hohe Sorgfalt auf ihre religioͤſe Erziehung verwenden und ſie mit der groͤßten Guͤte behandlen ſolle, machte es Co⸗ lumbus deßhalb auch zur Pflicht, ſchwere Strafen uͤber alle