————
— 363—
wo er ihn den großen Gegenſtand nannte, der durch die Segnungen ſeines Unternehmens ſollte bezielt werden. Be⸗ feuert von dem Gedanken an die umfaſſenden Gluͤcksguͤter, die ihm ſelbſt nun zuwachſen ſollten, that er ein Geluͤbde, binnen ſieben Jahren ein Heer von viertauſend Reitern und funfzigtauſend Fußgaͤngern, und eine gleiche Macht in den naͤchſten fuͤnf Jahren zum Zweck der Befreiung des hei⸗ ligen Grabes zuſammenzubringen. Dieſes Geluͤbde war in einem ſeiner Schreiben an die ſpaniſchen Souveraine nieder⸗ gelegt, worauf er ſich oͤfters bezieht, welches aber nicht mehr exiſtirt, und wovon auch nicht bekannt iſt, ob es am Schluß ſeiner erſten Reiſe oder bei einer ſpaͤteren Gelegen⸗ heit geſchrieben wurde, als der Umfang und die Reichthuͤ⸗ mer ſeiner Entdeckungen ſich mehr uͤberſehen lleßen. Er ſpielt in ſeinen hinterlaſſenen Schriften oͤfters darauf an, und bezieht ſich ausdruͤcklich darauf in einem Briefe, den er im Jahr 1502 an den Pabſt Alexander VI. ſchrieb, und worin er ſich wegen der Nichterfuͤllung rechtfertigt. Es iſt zum vollen Verſtaͤndniß des Charakters und der Motive des Columbus erforderlich, dieſes weitausſehende und traͤu⸗ meriſche Project wohl im Gedaͤchtniß zu behalten. Man wird finden, daß es in ſeiner Seele mit dem Unternehmen der Entdeckung eng verflochten war, und ein heiliger Kreuz⸗ zug der Gipfel der erhabenen Endzwecke ſeyn ſollte, zu wel⸗ chen ihn der Himmel als Fuͤhrer erleſen habe. Es zeigt, wie ſehr ſeine Seele uͤber ſelbſtiſche und gewinnſuͤchtige Ent⸗ wuͤrfe erhaben, und wie ſie nur erfuͤllt war mit jenen from⸗


