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ſie auf die Kniee, erhoben die gefalteten Haͤnde gen Him⸗ mel und brachten unter Thraͤnen des Dankes und der Freude Gott Lob und Preis fuͤr ſeine unendliche Gnade; alle An⸗ weſenden folgten ihrem Beiſpiel, eine tief andaͤchtige Begei⸗ ſterung ergriff die glaͤnzende Verſammlung und verhinderte den lauten Ausbruch des Jubels. Der Wechſelgeſang des Te Deum laudamus, von dem Chor der koͤniglichen Ka⸗ pelle geſungen und von den Kammerſaͤngern mit melodiſchen Stimmen beantwortet, ſtieg aus ihrer Mitte als ein heh⸗ rer Leib geweihter Harmonieen empor, er trug die Gefuͤhle und Gedanken der Hoͤrer gen Himmel,„ſo daß es ſchien,“ ſagt der ehrwuͤrdige Las Caſas,„als ob ſie in dieſer Stunde der Freuden der Seligen theilhaftig geweſen.“ Dieſes war die feierliche und fromme Erhebung, mit welcher der er⸗ lauchte Hof von Spanien das erhabne Ereigniß feierte, in⸗ dem er ein wohlgefaͤlliges Opfer von Toͤnen und Dankgebe⸗ ten brachie und Gott die Ehre gab fuͤr die Entdeckung ei⸗ ner neuen Welt.
Columbus zog ſich nun aus der koͤniglichen Gegenwart zuruͤck, und wurde von dem ganzen Hofe und von einem jubelnden Volksgedraͤnge nach ſeinem Quartier begleitet. Mehrere Tage war er Gegenſtand der allgemeinen Neugierde, und wo er ſich zeigte, erſchien er von einer bewundernden Menge umgeben. Waͤhrend die Seele des Columbus in glorreichen Entwuͤrfen ſchwelgte, vergaß er nicht jenen from⸗ men Plan zur Befreiung des heiligen Grabes. Es wurde fruͤher gezeigt, wie er ihn den Regenten von Spanien zu der Zeit vortrug, als er zuerſt ſeine Entwuͤrfe vorlegte,


