Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1828)
Einzelbild herunterladen

Ruͤckzug aus der feindlichen Stellung, die er gegen ihn an⸗ genommen hatte, zu verdecken; er hielt ſeinen Unwillen zu⸗ ruͤck, und druͤckte ſeinen Dank fuͤr die freundliche Bereit⸗ 3 willigkeit des Gouverneurs aus, zeigte ihnen ſeine Beglau⸗ bigungsſchreiben und befriedigte damit die Prieſter und den Notar auf leichte Weiſe. Am folgenden Morgen waren Boot und Seeleute in Freiheit geſetzt; dieſe hatten waͤhrend ihrer Gefangenhaltung von den Einwohnern Naͤheres erfah⸗ ren, was uͤber das Betragen Caſtanjeda's Aufſchluß gab.

Der Koͤnig von Portugal eiferſuͤchtig, die Expedition des Columbus moͤge ſeine eigenen Entdeckungen beeintraͤchtigen, hatte an die Gouverneurs der Inſeln und entfernten See⸗ haͤfen den Befehl erlaſſen, dieſen Mann feſtzunehmen, wo ſie 8 ihn greifen koͤnnten.*) In Gemaͤßheit dieſes Auftrags ſchmeichelte ſich Caſtanjeda im erſten Augenblick mit der Hoffnung, Columbus in der Kapelle uͤberfallen zu koͤnnen; da ihm dieſes jedoch mißgluͤckte, ſo beabſichtigte er, ſich ſei⸗ ner mit Liſt zu bemaͤchtigen, wurde aber daran verhindert, da er ihn auf ſeiner Hut fand. Das war der erſte Em⸗ pfang, den der Admiral bei ſeiner Ruͤckkehr in die alte Welt erlebte, ein ernſter Vorbote der Drangſale und Kraͤn⸗ kungen, die ihn durch ſein ganzes Leben begleiten ſollten, zum Lohn fuͤr eine der groͤßten Wohlthaten, die jemals ein Meenſch ſeinen Nebenmenſchen erwieſen.*)*

* Hist. del Almirante cap. 39. Las Casas hist. Ind. I. I, cap. 72.

—O——