Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1828)
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woͤhnliche Verſchiedenheit der Meinungen unter den Piloten. Der eine meinte, es muͤſſe die Inſel Madeira ſeyn; ein anderer hielt es fuͤr den Felſen von Eintra in der Naͤhe von Liſſabon; die meiſten ſetzten es, von ihren heißen Wüͤn⸗ ſchen geleitet, der ſpaniſchen Kuͤſte nahe. Columbus dage⸗ gen urtheilte aus ſeiner Privat⸗Berechnung und aus ſeinen Beobachtungen, daß es eine der Azoren ſey. Bei ihrem Näͤherkommen zeigte ſich's, daß es eine Inſel ſey: ſie war nur fuͤnf Seemeilen entfernt, und die Reiſenden wuͤnſchten ſich Gluͤck, daß ſie ſo bald in einem Hafen ankommen wuͤr⸗ den, als ploͤtzlich der Wind ſich wieder oſt⸗nord ⸗oͤſtlich drehte, und in grader Richtung vom Lande her blies, waͤh⸗ rend die See von Weſten ſtuͤrmiſch ging.

Zwei Tage trieben ſie nunmehr unſtet im Angeſichte der Inſel, vergeblich bemuͤht, ſie zu erreichen oder auf einer anderen Inſel anzukommen, wovon ſie dann und wann durch den Nebel und die Wolkenzuͤge des Sturms eine Spur in der Ferne erblickten. Am Abend des 17. kamen ſie der zuerſt geſehenen Inſel ſo nahe, daß ſie Anker werfen konn⸗ ten, aber ſie mußten das Tau ſogleich wieder loͤſen und in die offene See ſtechen, wo ſie bis zum folgenden Morgen lavirten, und dann unter dem Schutz der noͤrdlichen Seite der Inſel Anker warfen.— Mehrere Tage war Columbus in einem ſolchen Zuſtande von Aufregung und Angſt gewe⸗ ſen, daß er faſt keinen Biſſen zu ſich nahm, noch der Ruhe genoß. Obgleich er grade ſehr an Gichtſchmerzen litt, de⸗ nen er unterworfen war, ſo hatte er doch ſeinen wachſamen Stand auf dem Verdeck behauptet, der Winterkaͤlte, den

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