Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1828)
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vorſprung kamen, dem ſie den Namen Cape del Enamorada oder das Cap der Liebenden gaben, welches aber jetzt als Cap Cabron bekannt iſt. Etwas jenſeits deſſelben ankerten ſie in einer großen Bai oder vielmehr in einem Meerbuſen drei Seemeilen breit und der ſo weit ins Innere ſich er⸗ ſtreckte, daß Columbus zuerſt meinte, es ſey ein Arm des Meeres, der Hispaniola von einer anderen Inſel trenne. Beim Landen bemerkten ſie, daß die Bewohner ganz ver⸗ ſchieden von dem ſanften friedlichen Volke waren, welches ſie zuvor auf dieſer Inſel geſehen. Sie hatten ein wildes Ausſehen und ein trotziges und kriegeriſches Benehmen. Sie waren haͤßlich bemalt und trugen das Haar lang und hinten geknuͤpft, auch mit Federn von Papagayen und an⸗ dern bunten Voͤgeln geſchmuͤckt. Sie waren mit Bogen und Pfeilen, mit Keulen und mit furchtbaren Schwertern bewaffnet. Ihre Bogen hatten eine Laͤnge wie die der eng⸗ liſchen Bogenſchuͤtzen, die Pfeile waren von duͤnnem Rohr mit Spitzen von hartem Holze, auch wohl von Knochen oder Zaͤhnen eines Fiſches. Schwerter trugen ſie von Pal⸗ menholz, ſo hart und ſchwer wie Eiſen, nicht ſcharf, aber breit, faſt zwei Finger dick, und faͤhig, mit einem Streich durch Helm und Schaͤdel zu dringen.*) Wiewohl auf dieſe Weiſe zum Kampfe geruͤſtet, machten die Eingebornen keine Miene, die Spanier zu beleidigen; im Gegentheil ſie ver⸗ tauſchten an dieſelben zwei von ihren Bogen und mehrere

*) Las Casas, hist. Ind. lib. I. cap. 77. MS.