Original abgedruckt iſt, ſo ſchien mir doch die Ueber⸗ tragung in's Deutſche wünſchenswerth, um ſogleich auch dem Laien den überraſchenden Genuß zu ver⸗ ſchaffen. So wie es Irving gibt, ſtimmt es nicht ganz mit anderen Ausgaben des Tragikers Seneca überein, welche Tethys(des Oceanus Gemahlin) ſtatt Tiphys(der Argonauten Steuermann) leſen; auch iſt die proſodiſche Regel in der Versabtheilung verletzt worden. Während ich jedoch dieſe Stelle aus Seneca's Medea nach Anleitung unſeres Autors frei übertrug und der Verdeutſchung dadurch einen natürlicheren Ausdruck geben konnte, will ich doch hier, den Männern vom Fach zur Genüge, auch die proſodiſch richtige Ueberſetzung mit Aufnahme jener Variante geben. Die Stelle des Chors, aus welchem ſie entnommen iſt, lautet im ariſtophaniſch⸗ anapäſtiſchen Metrum ungefähr ſo:
Wohl der Nachwelt Jahrhunderte tagen, Wo der Ocean wird loͤſen der Dinge Bande und weit raget ein Erdſtrich hin, Wo Tethys enthuͤllt Welten dem Auge, Nicht der Laͤnder letztes iſt Thule.
Irving zußert ſich in dem Anhang von der At⸗


