Teil eines Werkes 
4. Theil (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

278

Der Erzbiſchof ſtarb auf Ifse. Der letzten Worte, welche der Koͤnig aus ſeinem Munde, in jener furchtbaren Nacht vor Weihnachten, gehoͤrt hatte, mußte er nochmals mit Reue und Grauen gedenken. Er mußte noch vor ſeinem Tode das harte Geſchick erdulden: ſeinen liebſten Sohn, Dog⸗ mars frommes Ebenbild, von jenem ungluͤcklichen Pfeile durchbohrt zu ſehen, der auf der Jagd in Refsnaͤswald bei Collundhorg das Herz von ganz Daͤnemark verwundete. Indeſſen erlebte der alte hartgepruͤfte Koͤnig die Erfuͤllung von der Wahrſa⸗ gung des Kullenmannes, welche die Sage noch unter dem Volke aufbewahrt, nicht. Allein die mißleitende Einwirkung der Wahrſagung verleitete ihn vielleicht, die Erfuͤllung derſelben durch den un⸗ gluͤcklichen Mißgriff: die Regierung unter ſeine Sohne nach ſeinem Tode zu vertheilen, ſelbſt zu beſchleunigen. Doch ſein Auge erblickte nicht die große Trauer, welche Abels Brudermord uͤber Land und Reich brachte, und wodurch Daͤnemarks Gluͤck wieder hinab ſank, und eine duͤſtere Nacht ſich um das Volk verbreitete, bis der letzte denkwuͤrdige Waldemar auftrat, der durch den Zunamen Wie⸗ dertag ſeine Verwandtſchaft mit Waldemar dem Großen und mit dem beruͤhmten Waldemar dem Sieger bethaͤtigte.

Ende des vierten und letzten Theils.