Teil eines Werkes 
4. Theil (1827)
Entstehung
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wo die Großen dem Galgen vorbeiſchluͤpfen, muͤſſen doch die Kleinen baumeln; das, weiß der Herr wohl, das iſt der Lauf der Welt. Er grinſet uͤbel da ohen, der arme Teufel! Waͤre die Jungfrau nicht ſo vornehm geweſen, waͤre

wohl ſein weißer Hals geſchont worden; al⸗

lein mit Baͤrenjungen ſoll man nicht Haſchens ſpielen! Gedankenvoll beſtieg Ritter Carl den Schim⸗ mel und ritt von hinnen. Nitter Folkeſohns dreiſte That hatte mit der ſeinigen einige Aehn⸗ lichkeit. Es war zwar keine Koͤnigstochter, die der daͤniſche Ritter aus dem Kloſter entfuͤhrt, al⸗ lein doch die Tochter des Herzogs von Nordalbin⸗ gien, die fuͤr's Kloſter oder einen fuͤrſtlichen Braͤutigam beſtimmt war. Jetzt, da er nicht wußte, wo ſie in der Welt ſich befand, war ihm jeder andere Kummer gleichguͤltig; allein er konnte doch nicht umhin, Betrachtungen uͤber ſeine Lage anzuſtellen. Von der Unverſöhnlichkeit des Gra⸗ fen Albert konnte er das Schlimmſte erwarten, beſonders wenn der ſtrenge Vater nicht ſelbſt die Tochter in ein Kloſter geſperrt hatte. Carl mußte nun vermuthen, Graf Albert auf Ribehuns an⸗