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9 der Mann, ſowohl Große als Kleine in Zucht
zu halten.“ „Sprecht nicht von Zucht, Meiſter Gold⸗
ſchatz,“ brummte der Grobſchmied.„Wollt
Ihr nicht mit den Voͤgeln ſingen, unter denen Ihr ſeyd, ſo huͤtet Euch, daß ſie Euch nicht zum Pfluckſiſch machen.— Geht nach Hauſe und ſchmiedet einen goldnen Henkel zu Eurem ſpani⸗ ſchen Krug! Der Krug geht ſo lange zum Brunnen, bis er bricht.“ Darauf ging der barſche Altmeiſter zu ſeiner Eſſe, und der ſtatt⸗ liche Goldſchmied ſchlich ſich kluͤglich durch die Menge fort.
Drei Monate waren vergangen, ſeit das koͤ⸗ nigliche Paar nach Schwerin gezogen war. Es war eine kalte Octobernacht. In einer duͤſtern, engen Zelle im Kloſter Lockum, im Calenbergi⸗ ſchen, ſaß ein langer Poͤnitenz thuender Moͤnch. halb aufrecht in einem ſchwarzen Sarge, der ihm zum Bette diente. Auf einem Betſchemmel neben ihm brannte eine Lampe zwiſchen einem Stun⸗ denglas und einem Todtenſchaͤdel. Sein Geſicht


