Teil eines Werkes 
3. Theil (1827)
Entstehung
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ihm zu fragen, ſondern ſaß noch immer unruhig und zerſtreut bis gegen Abend in ihrem Zimmer, als endlich ihre alte Amme Marthe, wie gewoͤhn⸗ lich, herangetrippelt kam, mit ihrem ſcharlachenen Mantel uͤber dem Arme, um ſie nach der Vesper in die Domkirche zu begleiten.

Ich werde heute das Ave zu Hauſe leſen, gute Marthe! ſagte Rigmor beklommen,ich habe Kopfweh, und habe mich noch nicht von dem Schrecken wegen des armen Biſchofs, der todt umſiel, erholt.*

Ach, ja! das muß ein ſchrecklicher Anblick geweſen ſeyn, meinte Marthe, die Falten in ihrem Mantel ſorgfaͤltig ausglaͤttend;ich danke Gott, daß ich nicht vornehm genug geweſen, um das zu ſehen zu bekommen. Aber das Erſchreck⸗ lichſte dabei muß doch das geweſen ſeyn, was der fromme Mann Gottes dem Koͤnig in ſeiner letzten Stunde geſagt.

Das verſtand ich nicht recht! verſetzte Rigmor;die Koͤnigin aber meinte, daß es eine wilde, verworrene Rede ſey, in der kein Sinn geweſen.

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