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fuͤr Eure freundliche Warnung! danket auch Eu⸗ rem treuen Bruder! Es iſt huͤbſch von ihm, daß er mich warnen wollte; ich habe ihn doch heute gegen meinen Willen beleidigt?“.
„Davon hat er nicht geſprochen, edler Herr! aber verſprecht mir nun auch, vorſichtig zu ſeyn!— Ich bin ſo angſt wegen des haͤmi⸗ ſchen Pfaffen.“
„Morgen werdet Ihr gewiß hoͤren, daß er im Thurme ſitzt,“ ſagte Otto, ihre Hand feſt druͤckend;„Gott ſeg'ne Euch.“
„Chriſt und unſ're Frau behuͤte Euch!“ ſagte Kirſtine, und gab den Haͤndedruck furcht⸗ ſam, faſt unmerklich wieder, indem ſie die Hand ſchnell zuruͤckzog:„Ich darf nicht laͤnger verwei⸗ len; die Koͤnigin harret meiner;“ ſie entfloh.
Ritter Otto ſah ihr ſeelenfroh nach, und erſt als er ihre ſchlanke, leichte Geſtalt nicht mehr in der Ritterhalle gewahrte, ging er, ſeine Bruſt mit einem Bruſtharniſche unter dem Hof⸗ kleide zu bedecken.
So wie er aus dem Saale trat, huͤllte er ſich in einen dunkeln Mantel, und eilte durch einen langen finſtern Gang nach ſeinem Zimmer


