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„Ein Wort, liebe Kirſtine!“ ſagte er leiſe.„Sollteſt Du, ohne gegen die Schick⸗ lichkeit zu verſtoßen, Gelegenheit finden dem Grafen Otto ein paar Worte zu ſagen, ſo bitte ihn, daß er ſich huͤte; denn ſein Todfeind, der verbannte Pfaffe, iſt hier, der, den er aus dem Hofe des Königs hinauspeitſchen ließ. Ich habe ihn ſelbſt geſehen; gewiß geht er auf heim⸗ liche Rache aus.“
„Jeſus Maria! was ſagſt Du?“ rief Kir⸗ ſtine erſchrocken und hlaß wie eine Leiche.
„Nun was fehlt Dir denn, Schweſter! Du haſt ja nichts zu befuͤrchten. Bitte nur den Gra⸗ fen, daß er ſich vorſehe und keinen Schritt ohne Waffen thue! aber rede ſo mit ihm, daß Nie⸗ mand es uͤbel deuten koͤnne. Schaue weder ihn noch irgend einen andern vornehmen Herrn freund⸗ lich an;— ach! liebe Schweſter! vergiß nicht, daß wir die Kinder eines armen Ritters ſind, und
ein ehrlicher Name unſer ganzes Erbe und Habe i“—
„Was faͤllt Dir ein? lieber Bruder!“ fragte Kirſtine verwundert.


