Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
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ger, als in dieſem Feldzuge die goldenen Spo⸗ ren zu gewinnen.

Die Niederkunft der Koͤnigin ging weit gluͤck⸗ licher voruͤber, als ſie ſelbſt erwartet hatte, und es war große Freude auf Ribehuus und im gan⸗ zen Lande, als die Nachricht ſich verbreitete, daß die fromme Koͤnigin von einem Sohne und Thronerben geneſen war. Denn olhgleich die Krone nicht erblich war und das Volk das Wahl⸗

recht hatte, wurde doch gern und kluͤglichſt der

erſtgeborene Koͤnigsſohn gewaͤhlt.

Die Koͤnigin Dagmor weinte vor inniger Herzensfreude, als ſie den kleinen, hellaͤugigen Prinzen in ihren Armen wiegte; allein es war ein großer Riß in ihrer muͤtterlichen Freude, daß Waldemar nicht anweſend war und ihre Mutterfreude theilen, ſo auch die Aeltern nicht ſehen konnten, wie gluͤcklich ſie ſey. Wohl tau⸗ ſend Mal kuͤßte ſie das Kind und dankte Gott fuͤr dieſes ſuͤße Geſchenk und fuͤr die unaus⸗ ſprechliche Freude, von der ſie nie getraͤumt, daß ſie ſo uͤbergroß ſeyn koͤnne. Sie ſchauete dem Kinde in die ſtillen, blauen Augen, und es war, als ſchauete ſie in die eigene Seele