Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
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Uebel. Sage mir, liebe Kirſtine! ſiehſt Du auch gleichſam wie ein bleiches, weibliches Ant⸗ litz dort zwiſchen dem Rohre? Jetzt ſcheint mir ſogar als bewege es ſich ſiehſt Du nicht die feuchten Locken mit der Schilfkrone?

Ach! Ja! theure Koͤnigin! ich ſehe etwas Aehnliches. Befehlt Ihr nicht, daß wir nach dem Schloſſe zuruͤckkehren? Es faͤngt ſchon an dunkel zu werden, und die Abendluft

Sage nur geradezu, daß Du bange biſt, Kir⸗ ſtine! ſagte Dagmor.Nun bin ich es nicht laͤnger; wir ſind ja alle in Gottes Hand. Das blaſſe Weib ſchien uns auch gar nicht boͤſe; ſie ſieht mich ſo leidend und ſchwermuͤthig an, vielleicht iſt es eine Ungluͤckliche, die ſich dort verſteckt hat, um mir hier insgeheim ihre Noth klagen zu koͤnnen. Vielleicht kann ich ihr helfen. Sieh! jetzt kommt ſie naͤher!

Ach! Es wird gewiß eine arme Wahnſinnige ſeyn! verſetzte Kirſtine mit einer Miſchung von Furcht und Mitleid.Sieh, wie ſonderbar ſie das Geſicht verzieht und gen Himmel deutet und hoͤrt, ſie ſingt.

Mit leiſe wogender Furcht und nengieriger

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