Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
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ich meinen Auftrag in Schwerin ausgerichtet habe, werde ich mir Muͤhe geben, Euch oft etwas 4 von Eurer Mannhaftigkeit abzulernen.

Ich mag mich nicht mit Knaben herumbal⸗ gen, brummte der Reiter,wir werden wohl in der Guͤte fertig werden, denke ich, beſonders wenn Du, wie ich beinahe glaube, ein kleines huͤbſches, vermummtes Weibsbild biſt.

Dieſen Spott mit der Jugend und dem faſt jungfraͤulichen Anſehen des zartgliederigen Juͤng⸗ lings konnte Graf Otto nicht laͤnger ertragen, und ohne die Folgen zu bedenken hatte er ſchon ſein kurzes Schwert gezogen, und wartete nur darauf, daß ſein Gegner ſich auch ſchlagfertig mache, 3 um im Ernſt mit dieſem Goliath anzubinden. Allein der Reiter ſchien gar nicht ſeinen Zorn zu bemerken, und ſtatt das ungeheure Schwert zu ziehen, gaͤhnte er ganz gleichmuͤthig, waͤhrend er eine Feldflaſche aus der Satteltaſche zog. Dar⸗ aus trank er ſich in aller Bequemlichkeit eine derbe Herzſtaͤrkung.Kannſt Du in Deinem Katzenkopf einen kraͤftigen Morgenſchluck vertra⸗ gen, ſo thue mir Beſcheid! ſagte er, indem er dem Juͤngling die Feldflaſche hinreichte.

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