Teil eines Werkes 
1. Theil (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

246

ſich erhebend.Schlecht habe ich die mir anver⸗ traute Burg gehuͤtek. Graaboe liegt in Staub und Aſche. Ihr ſeht einen landfluͤchtigen, ver⸗ jagten Mann vor Euch! Doch habe ich meinen Herrn und Koͤnig weder hintergangen noch ver⸗ rathen. Ich bin tuͤckiſch gegen Wort und Treue in dem tiefſten Frieden und Sicherheit uͤberrumpelt und uͤbermannt worden. Er, der Graaboe in Aſche gelegt, iſt wie ich, ein Lehnsmann und Vaſall der daͤniſchen Krone.

Wer iſt es! rede! rief Waldemar heftig, waͤhrend der Zorn in ſeinen braunen Wangen gluͤhete.Um Gottes Tod, das ſoll mir Niemand ungeſtraft gethan haben. 3

Graf Henrik von Schwerin iſt der Raͤu⸗ ber! erwiederte der Ritter.Er ſoll mir ins Geheim entſagt und meinen Untergang beſchwo⸗ ren haben, weil ich einſt in einem Wortſtreit ihn an ſeine Lehnspflicht gegen die daͤniſche Krone habe erinnern muͤſſen. Ich lege meine gerechte Sache in die Haͤnde meines Konigs, und harre mit Zuverſicht Eures koͤniglichen

Schutzes. 44

*