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um ihm die ſchöne aber fremde Braut zu holen. Das Ungewiſſe, das Naͤthſelhafte an dem Gluͤcke der verſchleierten Zukunft, der wir uns mit Un⸗ ruhe und Hoffnung, gleichſam blind entgegen ſehnen, trat bei dieſem Anblick recht lebendig vor die Seele des jungen Koͤnigs; er fuͤhlte ſich in eine jener eben ſo anziehenden wie wehmuͤthigen Stimmungen„ wo die Seele zwiß ſchen Furcht und Hofſnung ſchwankt, verſetzt, und in welcher ſelbſt der maͤchtigſte Koͤnig der Erde ſein Gluͤck von noch uicht hefeif unſichtbaren Gewalten alhings fuͤhlt.
Das Stillſchweigen des Koͤnigs, und ſein tief⸗ ſinniger Hinblick auf das Meer und das ver⸗ ſchwindende Schiff, ſchienen den Hofleuten ein aͤhnliches Betragen vorzuzeichnen, und ſie betrach⸗ teten das Meer mit hoͤchſt ernſten und wichtigen Mienen, welchen der Hofnarr mit aufgeſperrten Augen und gaffendem Munde nachzuaͤffen nicht verſaͤumte, obgleich er durch das Gelaͤchter des Koͤnigs und der Hofleute ſeine Muͤhe diesmal nicht belohnt ſah. Denn als Waldemars Augen das Schiff zu verfolgen muͤde waren, ſielen ſie


