Teil eines Werkes 
3. und letztes Bändchen (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

32558

So tobt die Wuth nackt ſtehen die Altaͤre, 8

Entkleidet von des alten Schimmers Pracht,

Und um die Waͤnde ſpielt graurnvolle Leere,

Die doppelt ſchauerig den Schauplatz macht. Vernichtet iſt des hohen Tempels Ehre,

Wo Glaube und Erbauung oft gewacht

Doch keine Ahndung kommt davon der Menge,

Die nichts verſchont im ſtuͤrmiſchen Gedraͤnge.

Da eilt durch des Getuͤmmels hohe Wogen, Auf leichten Fuͤßen ploͤtzlich das Geruͤcht, Erſt hat's die Gaſſen murmelnd nur durchzogen, Doch jetzt tritt's ſchonungslos an's helle Licht Denn laut verkuͤndend kommt's daher geflogen, Wohl Manchem nur ein ſchmeichelndes Gedicht: Den wir verloren ewig uns beweinten,

Er kehrt zuruͤck, er kommt, eh wir es meinten!

So