Teil eines Werkes 
3. Theil (1836)
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Etwas ſich hielten; da ſchloß der Unglückliche die Augen, ließ die Rinne los, und ſtürzte hinab.

Quaſimodo ſah ihn fallen.

Ein Sturz von ſolcher Höhe bleibt ſelten lothrecht. Der Archidiakonus, in die Luft geſchleudert, fiel zuerſt mit dem Kopf nach unten und mit ausgebreiteten Armen, dann ſchlug er, mehrere Male ſich drehend, um; und endlich trieb ihn der Wind auf das Dach eines Hauſes, wo er ſich zu zerſchmettern begann. Als er dort anlangte, war er noch nicht todt. Der Glockenläuter ſah, wie er noch einmal einen Verſuch machte, ſich mit den Nägeln an dem Giebel zu halten; allein das Dach war zu ſchräg,

und der Archidiakonus hatte alle Kräfte ſchon erſchöpft.

Er glitſchte ſchnell auf dem Abhange des Daches, wie ein Dachziegel, hinab, fuhr auf dem Steinpflaſter noch einmal in die Höhe, und regte ſich nicht mehr.

Quaſimodo richtete hierauf den Blick auf die Zigeu⸗ nerin, an deren Leibe er von Weitem die letzten Zuk⸗ kungen des Todeskrampfes erblickte; dann ſchaute er auf den Archidiakonus, der unten am Thurm ohne Menſchen⸗ geſtalt ausgeſtreckt lag, und ſprach mit einem Schluchzen, das ſeine tiefe Bruſt hoch erhob:„Oh! Alles, was ich liebte!“

3. Des Phoebus Heirath.

Als die Gerichtsbeamten des Biſchofs am Abend dieſes Tages den zerſchmetterten Leichnam des Archi⸗ diakonus vom Pflaſter aufnahmen, war Quaſimodo aus