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ſich rühmen durfte, älter zu ſein, als das Louvre, der ſchon zur Zeit Philipp des Schönen ſo alt war, daß man daſelbſt die Spuren der von Helgaldus beſchriebenen prachtigen Bauten des Königs Robert ſuchte,— daß von dieſem Palaſt, ſagen wir, heutzutage wenig mehr übrig iſt.
Was iſt aus der Kammer der Kanzlei geworden, wo Ludwig der Heilige ſeine Hochzeit vollführte? was aus dem Garten, wo er Gericht hielt,„angethan mit einem Rock von Camelott, einem Ueberwurf ohne Aermel von Halbwolle und einen ſchwarzen Mantel darüber, auf den Teppichen ſchlafend mit Joinville?⸗ Wo iſt die Kammer des Kaiſers Siegismund? wo die Karl des IV.? jene Johann's ohne Land? wo die Treppe, von welcher herab Karl der VI. ſein Gnaden⸗Edikt ausrief? die Steinplatte, auf welcher Marcel, in Gegenwart des Dauphin, Robert von Clermont und den Marſchall von Champagne umbrachte? das Pförtchen, wo die Bullen des Gegen⸗Papſtes Benedikt zerriſſen wurden, und aus wel⸗ cher die Herren, welche ſie gebracht hatten, mit Spolt in Chormänteln und mit Biſchofskappen bekleidet und Kirchenbuße thuend durch ganz Paris,— wieder abziehen mußten? wo der„große Saal“ mit ſeiner Vergoldung, ſeinem Azur, ſeinen Spitzbogen, Bildſaulen, Pfeilern, ſeinem ungeheuern, ganz in Skulpturen ausgezackten Ge⸗ wölbe? wo die goldne Kammer? und der ſteinerne Löwe, der geſenkten Hauptes, den Schweif zwiſchen den Beinen, wie die Löwen am Throne Salomon's, in jener dem⸗


