Teil eines Werkes 
1. Theil (1836)
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Mittelpunkt der gothiſchen*) Vorderſeite des Palaſtes wogte auf der großen Treppe ein doppelter Strom hin⸗ auf und hinab Steigender auf und nieder, welcher, nach⸗ dem er ſich unter dem mittleren Auftritt gebrochen, in breiten Wellen die Seiten⸗Abhänge hinabfloß. So rie⸗ ſelte die Haupttreppe unaufhörlich in den Platz, wie ein Waſſerfall in einen See. Geſchrei, Lachen, Trampeln von tauſend Füßen erweckte ungeheuern Lärm. Von Zeit zu Zeit ward dieſer verdoppelt; der Strom, welcher das Gedränge zur Haupttreppe trieb, brauſte zurück und wirbelte. Der Rippenſtoß eines Bogenſchützen oder das Pferd eines Sergeanten der Prévôté, um die Ordnung wieder berzuſtellen, verurſachte dieſe Wirren; eine bewun⸗ drungswerthe Tradition, welche die Prévoté der Conné⸗ tablie, die Connétablie der Maréchauſſée, und die Maré⸗ chauſſée unſrer Pariſer Gendarmerie von heute ver⸗ macht hat!

An den Thüren, an den Fenſtern, zu den Dachlucken heraus, auf den Dächern wimmelten zu Tauſenden wackere Bürgerfiguren, ruhig und ehrenfeſt, den Palaſt, die Menge anguckend, ohne weitere Anſprüche; denn von der Pariſer⸗

*) Das Wort gothiſch, im gewöhnlichen Sinne obgleich unpaſſend, iſt allgemein angenommen. Wir gebrauchen es daher ebenfalls, wie alle Welt, um die Baukunſt der zweiten Hälfte des Mittelalters zu bezeichnen, deren Prinziv der Spitzbogen iſt, welcher auf den Rundbogen der erſten Hälfte folgte.