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du, daß derlei Demuͤthigungen irgend ein menſch⸗ liches Weſen zur Dankbarkeit auffordern koͤnnen. Haͤltſt du ſie fuͤr minder ſchrecklich, als das Elend der uͤbrigen Sklaven, als ihre Arbeit ohne Er⸗ holung und in brennender Sonne, als die eiſer⸗ nen Halsringe und die Geißel der Aufſeher? Meinſt du ſie reichen nicht hin, um in einer Menſchenbruſt einen ewigen Haß keimen zu ma⸗ chen, einen Haß, eben ſo unverloͤſchlich und ewig wie das ſchimpfliche Brandmaal, welches auf mei⸗ ner Bruſt eingegraben. Ach wie kurz war meine Rache fuͤr ſo langes Leiden! Warum konnte ich meinen gehaßten Tyrannen nicht alle die Martern empfinden laſſen, welche bei ihm jeden Augenblick mir neu ſich erzeugten. Warum konnte er vor ſeinem Tode nicht alle Bitterkeit gekraͤnkten Stol⸗ zes kennen lernen, und es fuͤhlen, welche bren⸗
nenden Spuren die Thraͤnen der Schmach und
der Wuth auf einem Antlibe hinterlaſſen, wel⸗ ches zu einem ewigen Laͤcheln verdammt war. Wie hart iſt es, die Stunde der Vergeltung ſo ſehnlich erwartet zu haben, und ſie mit einem einzigen Dolchſtoße zu enden. Wenn er nur zum mindeſten gewußt haͤtte, welche Hand ihn getrof⸗ fen; allein ich war zu ungeduldig, ſein letztes


