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fiel, zu ſchwanken ſchien, da es nicht bis zu ſel⸗ bem durchzudringen vermochte. Ueber den Ab⸗ grund neigte ſich ein alter Baum, deſſen hoͤchſte Aeſte von dem Schaume des Waſſerfalls benetzt wurden, und deſſen knotiger Stamm ein oder zwei Fuß unter dem Rande im Felſen wurzelte. Dieſer Baum badete zugleich ſein Haupt und ſeine Wur⸗ zeln in dem Strome, welch' letztere gleich einem fleiſchloſen Arme uͤber den Schlund hinausragte. Er war ſo von allem Gruͤn entbloͤßt, daß man ſeine Gattung nicht zu erkennen vermochte, und bot ein ganz ſeltenes Schauſpiel dar. Die Feuchtigkeit, welche ſeine Wurzeln fortwaͤhrend benetzte, ver⸗ hinderte allein ſein Abſterben, waͤhrend die Wuth des Waſſerſturzes ihm ſtets wieder die neuen Zweige abriß, und ihn ſo zwang, immer ſeine alten Aeſte zu behalten. An dieſem ſchrecklichen Orte hielten die Ne⸗ ger an, und ich ſah, daß ich ſterben muͤſſe. Vor dieſem Abgrunde, in den ich mich gewiſ⸗
ſermaßen freiwillig ſtuͤrzte, erfaßte mich nochmals gleich einem Vorwurf, ja wie ein Gewiſſensbiß, das ſchoͤne Bild des wenige Stunden fruͤher von mir geſtoßenen Gluͤckes. Jede Bitte waͤre meiner unwuͤrdig geweſen, eine Klage aber konnte ich nicht


