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am Ende meines Laufes und meines Lebens. An⸗ ſtrengung und innere Bewegung brachen meine Kraͤfte; ich lehnte mich an einen Baum, um nicht zu fallen, und ließ meine Augen auf dem Bilde herumſchweifen, welches ſich zu meinen Fuͤßen in der verhaͤngnißvollen Tiefe ausbreitete.
Bis jetzt glaubte ich alles bittere des gehaͤſſi⸗ gen Schickſals gekoſtet zu haben, ich kannte aber noch nicht das Grauſamſte aller Leiden. Gezwun⸗ gen durch eine moraliſche Gewalt, die maͤchtiger als die Ereigniſſe ſelbſt, auf uns einwirkt, mußte ich, im vollen Lebensgenuß dem Gluͤcke, in voller Lebenskraft dem Leben, und zwar aus freiem An⸗ triebe entſagen. Was lag mir wenige Stunden fruͤher daran, zu leben. Ich lebte bereits nicht mehr; die aͤußerſte Verzweiflung iſt eine Art Tod, welche den wahren wuͤnſchen laͤßt. Allein ich war aus dieſer Verzweiflung gerettet, Marie war mir wiedergegeben, meine verlorene Gluͤckſeligkeit war ſo zu ſagen wieder auferſtanden, meine Ver⸗ gangenheit war meine Zukunft geworden, und alle meine dunkeln Traͤume waren glaͤnzender wie je ans Licht getreten. Das Leben endlich, ein Le⸗ ben voll Jugend, Liebe und Zauberkraft hatte ſich von Neuem in der ſchoͤnſten Perſpektive vor mir


