254 Skizzen aus Spanien.
heute Nacht in Betten ſchlafen mit einem warmen Abendeſſen im Leib und zum Zigar— rito wird auch wohl Rath werden. Und die Señoritas— aber wo iſt Oſorio? wo ſind die Damen? Meine kleine Conchita 2) Er ging nach einer Leiter, welche zu einer Art von Verſchlag oben im Heu führte, wo, wie es ſchien, die Damen ſich aufzuhalten pfleg— ten, und rief ſie bei Namen. Unſer bedeu— tungsvolles Schweigen machte ſchnell ſeiner guten Laune ein Ende und als er erfuhr, was vorgefallen war, warf er den Geldſack hin und ging ein Paar Mal ſchweigend auf und ab.«Nun Gottes Wille geſchehe!— ſagte er endlich, indem er das Geld wieder auf⸗
nahm— die Kleine hat er in ſeinen Him— mel geholt— und da paßt ſie beſſer hin, als hier in dieſe ſchlimme Welt— mir hat er
meine beſte Freude verdorben. Das Kind war mein erſter Gedanke, als ich die Hand an die Taleyas legte.— Nichts für ungut Caballeros! Aber ſie war ja unſer aller Freude. Nun wir wollen darum nicht den Strick hin⸗ ter dem Eimer herwerfen— alſo wie geſagt, kommt und laßt uns ein andres Quartier ſuchen.)„Beſſer wär's wir laſſen es bis Morgen und Dona Rafaela ſucht uns eins aus, nach ihrer Weisheit. Dieſe Nacht wol⸗ len wir uns wohl noch behelfen— bemerkte einer— wenn Ihr uns aber was warmes zu Eſſen ſchafft, Ramirez, ſo vergelt's euch Gott.»
Ich ging während dieſer Verhandlungen hinaus, um Rafaela aufzuſuchen und ihr lie⸗


