Skizzen aus Spanien. 251
Paris und verzehrte ſeinen Judaslohn.“«Ja wohl, er wurde letzthin in einer Zeitung ge— nannt— bemerkte V.— aber es hieß dabei, er habe euch verrathen.“»Gott verzeih es denen, die ſolche Dinge von dem Mann ge— ſagt haben“»— erwiederte Ramirez ernſthaft— «und mir, der es geglaubt. Er war ſchlimm genug und nie mein Freund, noch ich der ſeinige— aber, beim Heiligen Zoil von Car— rion! ein Verräther an Freiheit und Vater⸗
land war er nicht— weder früher noch jetzt.
Ich hab ihn kennen lernen— genug davon— Gott wolle ſeiner armen Seele barmherzig ſein.“ Nach einigem Stillſchweigen fragte einer der Anweſenden:„Fandet ihr denn gar keinen Anhang, Ramirez?“„Was ſollten ſie!— rief ein anderer— hab ich's nicht immer geſagt? In euerm Süden iſt nichts zu machen. Andaluzier, Murcianer, Valen⸗ cianer— Strohfeuer, Strohfeuer, ſag ich. Wie ging es bei Tarifa vorig Jahr?»—„Ei
nund— meinte ein andrer— awer hindert
uns es im Norden zu verſuchen? Jauregui
wird doch ſeinen Plan im Frühjahr an der Cantabriſchen Küſte zu landen nicht aufgege⸗


