Skizzen aus Spanien. 15
nicht mehr zu ſagen— hier verſammelt zu haben, und umſchwärmten und bedeckten in Wolken wie Krähen die alten Thürme der Stadt. Auch iſt, was die Verproviantirung betrifft, der Punkt ſehr gut gewählt, denn in allen Waldthälern und Schluchten der Umge⸗ gend ſind kleine Teiche, nach denen und von da zurück man die Fouragierpartheien ſehr re⸗ gelmäßig ziehen ſieht.
Eſtremadura iſt von allen ſpaniſchen Pro⸗ vinzen, im Verhältniß zu ihrem Flächeninhalt, am ſchwächſten bevölkert, und man reiſ't halbe Tage lang durch den Monte— dies iſt der eigentliche Ausdruck für dieſe Art von dünn— bewaldetem Hügelland— ohne auf andre Spuren von menſchlicher Thätigkeit zu ſtoßen, als einzelne Kohlenmeiler, oder die Hütten der göttlichen Sauhirten, von ungeheuern Hun⸗ den bewacht. Um ſo auffallender iſt der Ein⸗ druck, den es macht, wenn man unerwartet zwiſchen eine der Merinosheerden geräth, welche im Frühjahr nach den Gebirgen von Altkaſti⸗ lien und im Herbſt wieder nach dem ſüdlichen Eſtremadura zurückwandern. In endloſen, dichten weißen Schaaren ziehen ſie durch die


