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Skizzen aus Spanien. 405
dich, Pepita; du kennſt mich freilich nicht mehr.» Da erkannte ihn ploͤtzlich das Maͤdchen, und die Jammergeſtalt, die vor ihr lag, mit dem bluͤhenden frohen Juͤngling vergleichend, an den ſie wohl oft ſeither gedacht hatte, brach ſie in heftiges Weinen aus, und rief ſchluchzend:«ach, heilige Mutter Gottes! ach der arme junge Herr! daß ich ihn ſo wiederſehen muß!“— Waͤhrend aber die Maͤnner ihn aufzuheben verſuchten, entdeckten ſie auf ſeiner Bruſt das violette Band der Comuneros mit der Deviſe:«Conſtitution oder Tod!“— Es iſt ein Negro!“ rief einer von ihnen, und ließ ihn unſanft zuruͤckfallen. Pepita bat jammernd die Maͤnner, Mitleiden mit dem Armen zu haben, und verſuchte ſelbſt ſeinen Kopf aufzuheben, um ihm eine beque⸗ mere Lage zu geben; da rief hinter ihr eine rauhe Stimme: zuruͤck! Maͤdchen! laßt ihn ſterben wie einen Hund!— den Ketzer! den Juden! Er iſt im Bann der heiligen Kirche, und wer ihm
beiſteht, der theilt den Fluchl“— Die Maͤn⸗
ner traten zuruͤck, und zwangen Antonio, ihnen zu folgen. Pepita ſprang entſetzt auf, und erblickte den Pater Francisco, der ſie mit rauhen Droh⸗ worten von dem Sterbenden wegriß.—
In dieſem Augenblick zog ein Karren, von Be⸗


