Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1828)
Entstehung
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402 Skizzen aus Spanien.

dacht und frommes Nachdenken zu bekaͤmpfen. Antonio kannte zwar dieſe Dinge zu gut, als daß er ſich durch die milden Ausdruͤcke dieſes Befehls, der zugleich ſeine Verurtheilung enthielt, haͤtte taͤu⸗ ſchen laſſen; allein das allgemeine Ungluͤck ſeines Vaterlandes, und die letzten Vorfaͤlle, deren Zeuge er geweſen war, hatten bei ihm eine Art von dum⸗

pfer Gleichguͤltigkeit fuͤr ſein eigenes Loos erzeugt,

ſo daß ihn dieſe Entſcheidung ſeines Schickſals, der er unter andern Umſtaͤnden den Tod ſelbſt vorgezogen haͤtte, wenig ſchreckte. Ja, er ſehnte ſich zuweilen nach der Stille des Kloſters. So finden wir ihn denn auf dem Wege nach ſeiner Beſtimmung wiederum in der uns bekann⸗ ten Venta de Cardenas, wo er nach einer Reiſe von wenigen Tagen uͤber Antequera, Cordova, Andujar u. ſ. w. in Begleitung oder unter der Aufſicht eines Geiſtlichen aus jenem Kloſter, und von einigen Bewaffneten bewacht, ankam. Was er unterwegs geſehen die Ausſchweifungen ei⸗ nes blinden Poͤbels, von fanatiſchen Prieſtern und rachſuͤchtigen Demagogen aufgehetzt auf der ei⸗ nen Seite die gepluͤnderten Wohnungen der beſten, geachtetſten Buͤrger die Bewohner ſelbſt vom wuͤthenden Poͤbel durch die Straßen geſchleift