Skizzen aus Spanien. 391
Widerſtandes, wozu ſie auch in dieſer Lage kei⸗ nesweges geeignet waren, ſondern ſich nach allen Seiten zerſtreuend, waren ſie in wenig Augen⸗ blicken von dem Platz und aus der Stadt ver⸗ ſchwunden, und in den benachbarten Schluchten des Gebirges in Sicherheit, wobei nur wenige von ihnen niedergehauen und einige gefangen wor⸗ den. Mendizabal und ſeine wenigen Reiter zeigten ſich als tapfere, bewaͤhrte Krieger. Meh⸗ rere Male fuͤhrte er ſie gegen den viel zahlreichern, Feind, und deckte ſo die Flucht des Fußvolkes. Erſt als die feindlichen Reiter noch Verſtaͤrkung erhielten, wich er der Uebermacht und ſprengte den Fluͤchtlingen nach, in der Richtung, die er gekommen war. Gleich beim Anfange des kurzen Gefechtes hatten einige Jaͤger, hinter dem Gemein⸗ dehauſe hervorbrechend, dem Kampfe dort ein Ende gemacht. Die franzoͤſiſchen Soldaten hatten ſich ihnen ergeben. Der alte Gérard lag mit einer tiefen Meſſerwunde in der Bruſt blutend am Bo⸗ den. Der Anfuͤhrer der Jaͤger gab Befehl, die Gefangenen zuſammenzubringen, die Verwundeten wegzuſchaffen, und eilte dann auf eine Gruppe zu, welche ſeine ganze Aufmerkſamkeit feſſelte. Auf einer ſteinernen Bank vor dem Gemeinde⸗


