VI Vorwort und Einleitung.
digen kann. Nichts kann wohl beleidigender fuͤr das Publikum und unverantwortlicher von Seiten des Schriftſtellers ſein, als wenn er jenem Ar= beiten vorlegt, die in ſeinen eigenen Augen kei⸗ nen, oder doch nur einen ſehr untergeordneten Werth haben; und doch geſchieht es nur zu oft, daß Schriftſteller auf dieſe Art die Achtung vor ſich ſelbſt und vor dem Publikum aus den Augen ſetzen. Damit wenigſtens dieſer Vorwurf mich nicht treffe, erklaͤre ich offen, daß ich wirklich glau— be, der vorliegende Verſuch koͤnne zu etwas beſ⸗ ſerem, als zu einer augenblicklichen, ſpurlos vor⸗ uͤbergehenden Unterhaltung dienen, daß ich hoffe, er moͤge nicht mit der Fluth unſerer gewoͤhnlichen Leihbibliotheksromane vermengt werden und in ihr untergehen. Daß ich, wie ſchon der Titel dieſes Buͤchleins andeutet, keinesweges dabei im Sinn hatte, einen Roman, auch keinen hiſtoriſchen Roman zu ſchreiben, iſt einerſeits ein Vortheil, denn einen guten hiſtoriſchen Roman zu ſchreiben, fuͤhle ich mich keinesweges im Stande; anderſeits aber iſt es ohne Zweifel bei dem gegenwaͤrtigen Geſchmack der Leſewelt ein Nachtheil, dem ich wohl verge⸗ bens durch dieſe Erklaͤrung ſuche zu entgehen.
Meine Abſicht iſt durchaus, blos Wirklichkeit


