Teil eines Werkes 
5. Th. (1833)
Entstehung
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ſtarrung liegenden Geliebten, denn der Arzt hatte ihr die furchtbaren Folgen, welche dieſe Gemuͤthsbewegung auf ſeinen durch die Vorgaͤnge des Feldzugs ſo grau⸗ ſam gereizten Kopf haben konnte, geſtanden. Nach vielen furchtbar langen Stunden rief Alphons den Na⸗ men Alwina. Seine Freundin, uͤberzeugt, aus ſeinem Munde nun uͤber ihres Lebens Wohl und Weh ab⸗ ſprechen zu hoͤren, beugte ſich uͤber ihn und bat in der Angſt ihres Herzens: Verzeihe ihr den Betrug! Die freudige Innigkeit, mit welcher er ſie in ſeine Arme ſchloß, das Dankgebet, welches ſeinen Lippen entſtroͤnte, waren das Pfand ihres Gluͤcks. Die Na⸗ tur hatte im heiligen Geheimniß des todtaͤhnlichen Zu⸗ ſtandes, in welchen Alphons verfallen war, ſeine Kraͤfte geſtaͤrkt und ſeinem Geiſt Freiheit erhalten, die Vorgaͤnge zu uͤberſehen. Freudig umfing er jetzt die Gattin, mit welcher der Altern Eigennutz ihn verbun⸗ den und von der ſelbſtſuͤchtige Reizbarkeit ihn getrennt hatte. Die Art ihres Wiederfindens blieb das Geheim⸗ niß ihres Herzens. Sie kamen nach wenigen Tagen im Rheingau an und erzaͤhlten dem Vater Alphonſens nur, wo, aber nicht wie ſie das Schickſal zuſammenge⸗ fuͤhrt. Die Freuden der Jugendliebe waren dieſem Ehepaar auf immer verſagt, aber die ewigen Bluͤten der Geiſterliebe wurden ihr Antheil. Alwinens klarer Verſtand erſetzte Alphonſen das Licht ſeiner Augen, und ſie fand in der Faͤhigkeit, ſein Schickſal zu erleich⸗ tern, Erſatz fuͤr alles Weh, was ihre Jugend erlitt. Ein bluͤhendes Kind leitet jetzt den blinden Vater durch