Teil eines Werkes 
5. Th. (1833)
Entstehung
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ſale verſoͤhnt geweſen, denn wer zu entſagen weiß, der findet auch zu genießen; nur die gaͤnzliche Ungewißheit, in der ſie uͤber Alphons lebte, druͤckte ſie nieder. Mit der Ruhe in ihrem Herzen nahm ihre Liebe fuͤr ihn an Innigkeit zu. Sie hatte fuͤr Alles, was ihr das Schickſal verſagte, fuͤr Alles, was ſie ſelbſt ihm geop⸗ fert hatte, ſich nichts vorbehalten als dieſe Liebe, und mit vollem Rechte gab ſie ihr neben ihrem Gott ihren Platz. Der Kriegsſturm vereitelte alle Mittel, die ſie ausgeſonnen hatte, unentdeckt Nachricht von ihm zu er⸗ halten, und ſie, die fuͤr das Groͤßte Muth gehabt hatte, erlag faſt der Unruhe, von Dem, welchen ſie auf im⸗ mer vermeiden wollte, kein Lebenszeichen zu hoͤren.

Das Gluͤck wich in dieſer Zeit von Napoleons Hee⸗ ren; der Strom, welcher ſie auf ihrem Ruͤckzuge dahin⸗ riß, beruͤhrte Mitau nur mit ſeinen aͤußerſten Wogen, aber ſchon was dieſe herbeitrieben, war genug, um ein edles Gemuͤth von jedem Bruͤten uͤber eignes Ungluͤck abzuziehen. Brand widmete ſeinen Einfluß, ſeine Thaͤtigkeit, ſeine Mittel der Erleichterung der ungluͤck⸗ lichen Fluͤchtlinge; ſeine Gattin und Alwina waren wie die frommen Frauen des erſten Chriſtenthums vor den Thoren des Hauſes, die elenden Fremdlinge zu empfan⸗ gen. An einem Tage, wo die erſte Kaͤlte die Frauen ins Zimmer gebannt hatte, ward Alphons mit ſeinen Gefaͤhrten ihnen von der Behoͤrde zugeſchickt. Auf Brand's Fragen an die Halbverhungerten nach ihrer Heimath antwortete einer von ihnen, daß ſie Badener ſeien, und nannte Alphons als ihren Officier. Bei dem Namen des deutſchen Landes, das ihr ſo werth