Teil eines Werkes 
5. Th. (1833)
Entstehung
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von Julias Vater waren ihm behuͤlflich, ſeine engliſche Gattin erleichterte es ihm, einheimiſch zu werden, ſeine Kenntniſſe und Talente erwarben ihm Freunde, Ehre und ein ſtets wachſendes Vermoͤgen. Allein die Ne⸗ meſis folgte ſeiner Ferſe. Er fuͤhlte, wie viel ſeine Gattin ihm geopfert, und ſpuͤrte bald, daß er ihr doch das Gut, welches allein jene Opfer lohnen konnte, nicht zu geben im Stande war jene edlere Liebe, welche das Heiligthum der Ehe gewaͤhrt. Sie war eine eitle Frau mit warmer Phantaſie und leerem Kopf. Heinrichs Vorzuͤge erfreuten ſie nur, wenn Andere ſie lobten. Heinrich ertrug ihre Schwaͤ⸗ chen mit ſchweigender Selbſtuͤberwindung; er hatte, indem er ſie zum Ungehorſam gegen ihre Ältern verfuͤhrte, das Herrſchaftsrecht uͤber ſie verloren. Nach einigen Jahren einer freudeloſen Ehe, beſchloß Julia ein farbloſes Daſein, und doch ließ ihr Anden⸗ ken einen ſcharfen Stachel in Heinrichs Herzen zu⸗ ruͤck. Sie hatte ihm nie Kinder gegeben, und Heinrich hatte nie danach verlangt, der Begriff: Vater, machte ihn heimlich erbeben. Aber es ſtumpft ſich ja jedes Uebel endlich ab, ſogar das Misfallen an uns ſelbſt, beſonders wenn Bewußtſein wirklichen Verdien⸗ ſtes und aͤußere Achtung uns immer Beweiſe unſers eignen Werthes geben, noch mehr, wenn uns die Ver⸗ ſagung der liebſten Wuͤnſche eine hinreichende Buͤßung fuͤr begangene Irrthuͤmer ſcheint. Das Alles traf bei Heinrich zuſammen, und im Verlauf der Zeit fuͤhlte er viel deutlicher die Entbehrung der Vaterfreuden, als er V. 2