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Gemuͤth erfaßt, wo die Natur auf Reife, die Verhaͤltniſſe auf Stetigkeit hinweiſen, eine viel unwiderſtehlichere Herrſchaft aͤußert als in der erſten Jugend. Nur dem Augenblick lebend und durch ſeine bisherige Lage vom Augenblick geſchmeichelt, hatte Frank nie fuͤr die Zu⸗ kunft geſorgt; um Julias Hand zu erhalten haͤtte ſie glaͤnzend ſein muͤſſen: Jenny und Liddy konnten vom Vater Burton nur maͤßig ausgeſteuert werden; Julia erhielt von ihrer Pflegmutter einen reichen Brautſchatz.
Heinrich hatte nicht ſeinen Muth am beharrlichen Streben geuͤbt; er beſaß ihn zu kuͤhnen Wagniſſen und benutzte des Maͤdchens Einwilligung, ſie auf gut eng⸗ liſch nach Greatna Green zu fuͤhren, mit ſo gutem Er⸗ folg als jeder andere Abenteurer; denn die entehrte Tochter beſchimpfte die Burton'ſche Familie viel unleid⸗ licher als die, welche die Frau eines namen⸗ und heimathloſen Fremdlings geworden war. Namen und Heimath haͤtte ihm die reiche Tante wol verſchaffen koͤnnen; allein kein Mitglied der Familie konnte den Mann mehr achten, den ſie drei Jahre als Sohn, als Bruder behandelt hatte, und der nun wie ein feiger Dieb, den Schatz ihres Herzens beraubend, davonging. Julia erhielt ein anſtaͤndiges Jahrgehalt unter der Be⸗ dingung, mit ihrem Gatten die alte Welt zu verlaſ⸗ ſen.— Heinrich ſehnte ſich danach. Seines Vaters Gram, ſeiner Mutter Thraͤnen hatten ſeinen Sinn nie gebeugt; jetzt ſah er ſich verachtet, und da erwachte Ge⸗ fuͤhl des Unrechts in ihm.— Die Jahrszeit hielt ſeine Einſchiffung nach Kanada auf, ſodaß er Zeit bekam, noch eine Antwort von Hauſe abzuwarten, wohin er


