Teil eines Werkes 
2. Th. (1817)
Entstehung
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Moͤgen alle Heilige des Himmels waͤhrend der Fahrt uͤber dich wachen, du Liebennwündig⸗ ſte der Frauen!

Sigismund. 44

Nachdem Angelica dieſe Worte geleſen hatte, ſchlug ſie die Augen auf, um den Juͤngling zu betrachten, und ward durch ſein Aeußeres gleich ſehr zu ſeinem Vortheil eingenommen, da er in

der Geſtalt und im Ausdrucke viel Aehnlichkeit

mit Sigismund zu haben ſchien; nur war ſeine Geſichtsfarbe dunkel olivenbraun. Auf ſeiner

Herrin Frage: woher er ſtamme? antwortete er,

daß er von Geburt ein Neger ſei, aber ſchon in ſeiner fruͤhen Kindheit nebſt ſeiner Mutter ge⸗ fangen genommen und nach Frankreich gebracht worden waͤre, wo er endlich, nach vielen uͤber⸗ ſtandenen Schickſalen, eine Freiſtatt in dem Hauſe von Sigismunds verſtorbenem Pflegevater gefun⸗

den habe, woher ſich auch ſeine Bekanntſchaft

mit Erſterem ſtamme. Dieſem, fuͤgte Eduard hinzu, verdanke ich unendlich viel und kann ihm nicht beſſer lohnen, als, indem ich die ſchoͤne Lady Angelica beſchuͤtze, derem Dienſte ich mich von nun an gaͤnzlich weihe.