Teil eines Werkes 
1. Th. (1817)
Entstehung
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Funfzehntes Kapitel.

Kaum roͤtheten die erſten Morgenſtrahlen den oͤſtlichen Horizont, als Sigismund ſchon ſein La⸗ ger verließ, um in Rochemonds Waͤldern ſeinen ſchwermuͤthigen Gedanken nachzuhaͤngen. Nach langem Umherirren, war er endlich im Begriffe, ſich wieder zur Huͤtte zu begeben, als ihm, da er ins Thal bog, Angelica, leicht wie eine Sylphe, uͤber den bethaueten Raſen, entgegenſchwebte. Mit dem kindlichen Ausdruck reiner, unſchuldi⸗ ger Freude, nahete ſie ſich ihm, und ihm die ſchoͤne Hand freundlich reichend, rief ſie aus: Wohin ſeid ihr denn ſo fruͤhzeitig gewandert, mein Freund? Schon ſeit mehr als einer Stun⸗ de habe ich euch uͤberall im Thale geſucht.

Und welcher Urſache verdanke ich dieß Gluͤck, erwiderte Sigismund, indem er ſich ehrerbietig uͤber die dargereichte Hand beugte.

Ich wuͤnſchte, antwortete Angelica, zalch mit euch uͤber einen Gegenſtand zu unterhalten,

der aͤußerſt wichtig fuͤr meine Zukunft iſt, und