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Vergebt mir, erwiderte Angelien, die in Sigisnunds Augen einen leiſen Vorwurf zu leſen glaubte, ich weiß gewiß das Gluͤck zu ſchatzen, einen ſolchen 3 keund zu beſitzen — und indem ſie hold durch tuie Thraͤnen laͤchel⸗ te, reichte ſie ihrem Beſchuͤtzer die Hand, der es zum erſten Male wagte, ſie an ſeine Lippen zu druͤcken; aber kaum hatte er es gethan, ſo mach⸗ te er ſich ſchon einen heinlichen Vorwurf, dieſen Vorzug aus Angelica's verlaͤſſener Lage gezogen zu haben, und ein hoͤheres Roth, das ſeine Wangen färhs, Kernithfa as. in ſeinem Innen vorging. Rs ue Gansvebens intritt mit dem Abendeſfen zog ihn aus ſeiner Verlegenheit; nach einem ein⸗ fachen Mahle ward jedem der Gaͤſte ſeine Ruhe⸗ ſtaͤte angewieſen; aber kein Schlummer erquickte ſie. Der Gedanke einer immer ſteigenden, hoff⸗ nungsloſen Leidenſchaft verſcheuchte die Nuhe von Sigismunds Lager, und Angelica, zaͤrtlich beſorgt um den geliebten Bkuder, und unruhig uͤber ihr eigenes Geſchick, brachte ebenfalls die ganze Nacht in Sorgen hin. Jedes andern Schutzes, als des eines jungen Mannes, der durch keine
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