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Der Freischulze : eine Erzählung / von Moriz Horn
Entstehung
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tungen entfremdete, Ihr habt mir einen großen Dienſt erwieſen.

In die Stadt zurückgekehrt, ließ der Juſtitiar am an⸗ deren Morgen einen bei den dortigen Gerichten in Pflicht ſtehenden Schriftenvergleicher zu ſich beſcheiden und legte ihm die Schrift des Couvertes und des Teſtamentes zur Begutachtung vor. Hierzu erbat ſich der Sachverſtändige die Friſt von einigen Wochen, ſo wie mehrere Handſchriften des verſtorbenen Freiſchulzen, imgleichen Georg's und Chriſtian's.

Nach vier Wochen lag das fleißig gearbeitete um⸗ fängliche Gutachten auf dem Arbeitstiſch des Gerichts⸗ halters und lautete d dahin, daß die Aufſchrift des Umſchlages zwar von der Hand des Teſtators herrühre, nicht aber die Schrift im Contexte der Urkunde und die Unterſchrift des Namens, vielmehr fei dieſe, wenn ſchon meiſterlich, ge⸗ fälſcht. Dürfe ſich der Sachverſtändige, ſo ſchloß das Expoſé, ein unmaßgebliches Urtheil Vrlauden ſo ſei zwiſchen Herrn Chriſtian's Handſchrift und der im Teſtamente eine nicht zu verkennende Aehnlichkeit ſchon mit bloßem Auge, noch mehr aber durch die Lupe wahrnehmbar.

Während dieſer Zeit war die Gewalt des Fiebers, welches Chriſtian heimgeſucht, gebrochen worden und die Geneſung erfolgte in einer Weiſe, welche die Aerzte für ein Räthſel erklärten.

Der Juſtitiar hatte während der Zeit jeden Tag