Silftes Capitel.
Der Tag des Gerichts.
Am Tag der Teſtamenteseröffnung hatte die Krank⸗ heit Chriſtians, der zwar nicht wahnſinnig geworden, aber einem hitzigen Fieber heimgefallen war, deſſen Phantaſien ihn mit Angſt erfüllten, ihren Höhepunkt erreicht. DerKranke, der bis Früh gegen 10 Uhr regungslos mit ſtarren Blicken da⸗ gelegen, ſprang auf ein Mal empor, ſo daß die Wächter alle Kräfte anzuwenden hatten, ihn im Bett zu erhalten, ſagte, er müſſe vor der Publication noch in's Archiv, man ſolle ihm ſeine Kleider geben und das Ahnenſchwert, er müſſe es heute tragen, denn es ſtehe die Ehre der Familie auf dem Spiel; vorher wolle er mit dem Vater reden, der nicht todt ſei, ſondern ſich nur mit dem Papier vergriffen habe; überhaupt mit einem Wort möge man einzig und


