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Während dieſes im Zimmer ſich begab, öffnete Wenzel leiſe die Hausthür, ſchlich leiſe, die kleine Blendlaterne in der Hand, unter dem Mantel nach dem Hintergrunde und leuchtete umher.—
„Richtig,“ ſagte er bei ſich,„da ſteht es ja ganz leſer⸗ lich geſchrieben: Archiv! wir gingen recht.“ Den Schlüſſel leiſe im Schloß drehend trat er ein.
„Hu, wie kalt und feucht iſt's in dieſem Gewölbe! unheimlich wie in einer Todtengruft. Ein ängſtlich Gemüth könnte ſich fürchten.
Was mögen alle die erfahren, gelitten, welchen Kum⸗ mer, was für Sorge gehabt haben, über deren Angelegen⸗ heiten jener Haufen Acten geſchrieben worden iſt, der bis an die Decke reicht. Unter dem ſchönen Titel: von Rechts⸗ wegen iſt dasſelbe geſchehen, was ich zu thun im Begriff ſtehe, und ich habe nichts davon, keinen Vortheil, handle aus Menſchenliebe, nur um Unterdrückten zu helfen. Wen⸗ zelchen, ich ertappe Dich auf einer Lüge, ein bischen Haß iſt ſchon dabei und zwar gegen Gertrud von wegen ihrer Abſtammung. Doch zur Sache. Dort ſteht der Schrank.
Nun wollen wir ſehen. In der Abtheilung rechts nach dem vergitterten Fenſter zu ſoll das Geſuchte liegen. Ich finde es nicht,— doch halt, hier iſt's, da auf dem Couvert ſteht deutlich: Hierin iſt mein letzter Wille, Chriſtian Andreas Hebart, Freiſchulze von Tannengrün.
Charmant, mein beſter Herr Freiſchulze, Revanche


